Seychellen 3, Praslin, Fond Ferdinand, Coco de mer
12:04
3. Tag, Praslin
Nach unserem Toastfrühstück vom Gas-Grill haben wir es diesmal nicht so eilig, loszukommen. Mein jüngster Sohn und ich haben Klimaprobleme und plagen uns mit Kopfschmerzen herum. Ich lege mich also nochmal an den Pool und warte auf Besserung. Inzwischen kommt zum ersten mal eine Putzfrau, die die Betten macht, Müll hinters Haus schafft und die Böden wischt. Sie kommen hier offenbar aller 2 Tage. Das hatte die Vermieterin ganz vergessen, zu sagen.
Gegen 11 machen wir uns endlich auf den Weg und warten auf den Bus. Diesmal auf der anderen Straßenseite, denn wir wollen Richtung Süden zum Fond Ferdinand National Park fahren, wo man die seltene, endemische Palmenart 'Coco de mer' bestaunen kann.
Der Fond Ferdinand National Park ist ein Geheimtipp auf der Insel Praslin, wenn man etwas Geld sparen möchte, Touristenströme in der Natur gerne meidet und trotzdem die volle Palette der seltenen Palmenarten kennen lernen möchte. Zuerst findet man auf Praslin nämlich das Unesco-Weltkulturerbe. Aber diesen Namen lässt sich das Inselchen auch ordentlich bezahlen. Also, lieber für das kleiner Budget mehr erleben.
Einzigstes Problem an diesem Tag war unser spätes Ankommen. Denn ab Mittag gibt es nur noch eine Führung. Unser weiblicher Guide meinte aber, dass die Hitze nun so groß sei, dass man nicht mehr ganz oben auf den Berg steigen kann. Gerade das lohnt sich aber sehr, denn der Blick aufs Meer und benachbarte Insel fasziniert auf den Seychellen immer wieder.
Wir steigen durch den schattigen Palmenwald und lauschen den Erklärungen der fachkundigen Waldführerin. Es steht unter Gefängnisstrafe, eine Coco de Mer -Kokosnuss zu entwenden oder gar aufzuessen. Wer sich als Tourist mit diesem, den menschlichen Geschlechtsorganen ähnelnden Nüssen oder Blüten ausstatten will, darf es nur an speziellen Orten tun. Dort kann man die ausgehölten und wieder zusammen geklebten Nüsse käuflich erwerben und man erhält ein Zertifikat zum Ausführen in andere Länder.
Nachdem wir komplett durchgeschwitzt, aber doch noch absolut fit, die Stelle erreichten, wo wir hätten umkehren müssen, drückte unser Guide doch alle Augen zu und ließ uns noch auf eigene Gefahr auf den Gipfel steigen. Das hat sich sehr gelohnt. Die Aussicht auf die Palmenwäler von oben und der Blick aufs Meer....das darf man sich einfach nicht entgehen lassen.
Glücklich und erschöpft kann man sich, unten angekommen, an einer Quelle die Arme oder Füße erfrischen. Wir saßen dann noch kurz vor der Anmeldung neben einem Sternfrucht-Baum und hörten....auch zum Glück NEBEN UNS eine Kokosnuss herunterplumpsen...:-))
Nach all dieser Aufregung ließen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen, schauten ein bisschen am Strand herum und fuhren mit dem abenteuerlichen Bus wieder eine Stunden zu unserer Anse zurück. Diesmal kochte ich selbst. Der Gasherd war eine Katastrophe...kaum Druck und das Wasser kochte erst nach einer Stunde. Währenddessen übte der große Sohnemann sich mit meiner Kamera am Sonnenuntergang fotografieren.
Naturdonnerstag bei Ghislana / Jahreszeitenbriefe
Der Fond Ferdinand National Park ist ein Geheimtipp auf der Insel Praslin, wenn man etwas Geld sparen möchte, Touristenströme in der Natur gerne meidet und trotzdem die volle Palette der seltenen Palmenarten kennen lernen möchte. Zuerst findet man auf Praslin nämlich das Unesco-Weltkulturerbe. Aber diesen Namen lässt sich das Inselchen auch ordentlich bezahlen. Also, lieber für das kleiner Budget mehr erleben.
Einzigstes Problem an diesem Tag war unser spätes Ankommen. Denn ab Mittag gibt es nur noch eine Führung. Unser weiblicher Guide meinte aber, dass die Hitze nun so groß sei, dass man nicht mehr ganz oben auf den Berg steigen kann. Gerade das lohnt sich aber sehr, denn der Blick aufs Meer und benachbarte Insel fasziniert auf den Seychellen immer wieder.
Wir steigen durch den schattigen Palmenwald und lauschen den Erklärungen der fachkundigen Waldführerin. Es steht unter Gefängnisstrafe, eine Coco de Mer -Kokosnuss zu entwenden oder gar aufzuessen. Wer sich als Tourist mit diesem, den menschlichen Geschlechtsorganen ähnelnden Nüssen oder Blüten ausstatten will, darf es nur an speziellen Orten tun. Dort kann man die ausgehölten und wieder zusammen geklebten Nüsse käuflich erwerben und man erhält ein Zertifikat zum Ausführen in andere Länder.
Nachdem wir komplett durchgeschwitzt, aber doch noch absolut fit, die Stelle erreichten, wo wir hätten umkehren müssen, drückte unser Guide doch alle Augen zu und ließ uns noch auf eigene Gefahr auf den Gipfel steigen. Das hat sich sehr gelohnt. Die Aussicht auf die Palmenwäler von oben und der Blick aufs Meer....das darf man sich einfach nicht entgehen lassen.
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| Die Jugend.natürlich ganz oben...:-) |
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| Alles endemische Palmenarten |
Glücklich und erschöpft kann man sich, unten angekommen, an einer Quelle die Arme oder Füße erfrischen. Wir saßen dann noch kurz vor der Anmeldung neben einem Sternfrucht-Baum und hörten....auch zum Glück NEBEN UNS eine Kokosnuss herunterplumpsen...:-))
Nach all dieser Aufregung ließen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen, schauten ein bisschen am Strand herum und fuhren mit dem abenteuerlichen Bus wieder eine Stunden zu unserer Anse zurück. Diesmal kochte ich selbst. Der Gasherd war eine Katastrophe...kaum Druck und das Wasser kochte erst nach einer Stunde. Währenddessen übte der große Sohnemann sich mit meiner Kamera am Sonnenuntergang fotografieren.
Naturdonnerstag bei Ghislana / Jahreszeitenbriefe














8 Kommentare
Wow, ich habe noch nie irgendwo ein Wort gelesen oder gesehen, nicht im Reiseführer und auch in einem Blog von dem Fond Ferdinand National Park. Jetzt tut es mir direkt leid, daß wir dort nicht waren. Ich merke es mir auf jeden Fall, wenn wir nochmal im Leben auf die Inseln kämen...
AntwortenLöschenLiebe Grüße
wie schön das alles so ist und dieser National Park ist toll und diene Erzählungen dazu. Wunderschön von do oben runter zu blicken! Die Coco de Mer wie sie aussehen...
AntwortenLöschenDie Abendstimmung herrlich!
Ja das war wirklich eine wundervolle Reise!
Lieben Gruss Elke
was für eine interessante Tour..
AntwortenLöschenund tolle Bilder
das sind wunderschöne Erlebnisse ..
liebe Grüße
Rosi
Herrlich, dieser Ausblick! Ich liebe es, diesen Blick über die Natur bis aufs Meer. Die Palmenwälder sind absolut beeindruckend!
AntwortenLöschenLieben Gruß
moni
Manchmal ist es etwas abseits der Touristenströme genau so interessant und schön. Weniger Leute ist im Urlaub immer gut. Ein wunderbarer Park habt ihr da besucht.
AntwortenLöschenL G Pia
Sigrun die Probleme mit dem Klima hätte ich auch. Viel zu warm und zu schwül. Als ich den Palmengarten sah, dachte ich spontan an das Amazonienhaus in der Wilhelma, da bin ich auch ganz schnell wieder raus. Ich halte das nicht aus.
AntwortenLöschenAber schön war es bestimmt, das kann ich mir schon vorstellen.
Lieben Gruß Eva, die auch gerne ohne die Touristenströme geht.
Lässt sich aber nicht immer vermeiden.
Liebe Sigrun, die Coco de Mer habe ich auch schon gesehen, aber nicht in natura, bloß auf Fotos - dass man mit Gefängnis betraft wird, wenn man sie stiehlt oder isst, wusste ich ebenfalls nicht... Euer Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt, schön, dass ihr diesen Geheimtipp entdeckt habt!
AntwortenLöschenNochmals herzliche Rostrosengrüße und ein schönes Wochenende!
Traude
https://rostrose.blogspot.co.at/2017/09/island-kreuzfahrt-teil-5-cawdor-castle.html
Liebe Sigrun,
AntwortenLöschendas sind ja herrliche Bilder und sooo entspannend. Palmen und türkisfarbenes Meer. Aber die Hitze hätte mir auch zu schaffen gemacht.
LG Sigrid
Über eure Kommentare freue ich mich sehr. Vielen Dank!